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 Dampf trifft Diesel

1000 Fahrgäste im Nostalgiezug

 

Es war die vierte Auflage des Aufeinandertreffens von alter Eisenbahn und den Oldtimer-Schleppern des Recker Heimatvereins. Am Pfingstmontag machte sich die historische Lok wieder auf den Weg nach Osnabrück.

Dunkler Dampf über Recke. Ein lautes Signal ertönt, langsam setzen sich die Räder des schwarzen Stahlkolosses in Bewegung. Soeben hat der Lokführer die Fahrt freigegeben. Gestern hieß es wieder „Dampf trifft Diesel“. Vom Recker Bahnhof ging es in Richtung Osnabrück, von wo die historische Lok am Morgen aus gestartet war.

  

Foto: F. Büscher

 

Es war die vierte Auflage des Aufeinandertreffens von alter Eisenbahn und den Oldtimer-Schleppern des Recker Heimatvereins. Die Oldtimerfreunde um ihren Sprecher Uli Wenner ließen es sich nicht nehmen, die Lok 78 468, Baujahr 1923, in Empfang zu nehmen. In Reih und Glied standen die rund 60 alten Traktoren nebeneinander, boten den Besuchern damit ein beeindruckendes Begrüßungsbild.

Aus Recke und Umgebung, von Rheine-Elte über Wechte bei Lengerich und aus dem benachbarten Niedersachsen, hatten die Schlepperfreunde ihre Fahrzeuge auf Vordermann gebracht, um an der Ausfahrt in Recke teilzunehmen. Um 9 Uhr wurde auf dem Betriebsgelände der Bäckerei Remke an der Umgehungsstraße erst einmal gefrühstückt. Anschließend tuckerten die Trecker zur Biologischen Stadion am Naturschutzgebiet Heiliges Meer, wo es eine Informationsveranstaltung gab. Nach der Mittagspause ging es sofort wieder zum Recker Bahnhof zurück, wo der Zug zum zweiten Mal einlief. 

 

 Foto: F. Büscher

 

Insgesamt fuhr die Lok an diesem Pfingstmontag dreimal die Strecke Osnabrück-Recke und zurück. Schon kilometerweit war die Ankunft des Zuges zu vernehmen. Das Hupsignal tönte an jedem Bahnübergang. Sobald der Kessel auf Betriebstemperatur war, kam nur noch weißer Qualm heraus – Wasserdampf. „Wir benötigen heute einige Kubikmeter Wasser“, sagte Hans-Jürgen Sunderdiek, Schaffner und gleichzeitig für die Öffentlichkeitsarbeit zuständiger Begleiter. Rund 1000 Liter werden pro einem Kilometer Fahrstrecke verbraucht. Deshalb rollte Sunderdiek in Recke auch gleich den Schlauch für die Wasserversorgung aus. Ein in der Nähe platzierter Hydrant wurde angezapft und die Lok aufgefüllt, während die Mitreisenden ihre Plätze suchten und Kinderwagen sowie Fahrräder verstauten. Einige wollten nur bis zur nächsten Stadion fahren, andere nutzten die Gelegenheit, bis nach Osnabrück im Zug mitzufahren. „Wir rechnen heute mit rund 1000 Fahrgästen“, sagte Sunderdiek.

  

  Foto: F. Büscher

 

Am späten Nachmittag besuchten die Oldtimertreckerfreunde noch die Ruthemühle. Einige der Traktorfahrer hatten einen langen Rückweg. So auch der 46-jährige Theo Hillebrandt aus Greven, der mit seinem Porsche ST-PO 218 nach Recke gefahren war. Die Leidenschaft für alte Trecker habe er schon als Junge entwickelt, erzählte Hillebrandt. „Vor fünf Jahren bin ich im tiefsten Niedersachsen fündig geworden. Nach zweijähriger Umbau- und Restaurationsarbeit konnte ich jetzt zum ersten Male aktiv dabei sein“, sagte der stolze Besitzer. Sein Porsche-Schlepper ist 53 Jahre alt und somit älter als der Fahrer. 

 

 Foto: F. Büscher

  

Text - Quelle: IVZ vom 21.Mai2013

 

 

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