Plätzchen backen zu Weihnachten

(weiter unter stehen Rezepte zum Nachbacken)

 

Wer kennt es nicht, den süßen, verführerischen Duft nach leckeren Plätzchen, der sich im ganzen Haus verbreitet? Jetzt, in der Vorweihnachtszeit, wird in vielen Haushalten wieder das Weihnachtsgebäck zubereitet. Mehl, Eier, Butter, Zucker, Zimt und vieles mehr sind unter anderem die Zutaten für die unwiderstehlichen Teigmassen. Dann folgt das Abschmecken. Da sind gerade unsere kleinen Leckermäuler sehr anfällig. Doch Vorsicht: zu viel des Guten können Bauchschmerzen hervorrufen.

 

 

Marie Böwer, Marthaliese Üffing und Urenkelin Sina Tebbe kneten den Teig für die Plätzchen.

 

Auch auf dem „Langenacker“, bei der Bauernfamilie Üffing, wird in diesem Jahr wieder viel gebacken. „Wir werden wie in jedem Jahr zu Weihnachten zwischen 17 und 19 verschiedene Plätzchensorten backen“, erzählt Marthaliese Üffing stolz, schließlich habe sie auch 17 Enkelkinder. Da wäre dann für jeden etwas dabei, schmunzelt sie. Tatsächlich sind die Plätzchen von Marthaliese Üffing nicht nur in der Familie, sondern auch in der Nachbarschaft und bei Freunden sehr beliebt.

 

 

Gleich auf die erste Seite im uralten, handgeschriebenen Familienkochbuch

stehen die Plätzchenrezepte

 

Als ich noch ein kleines Kind war“, erinnert sie sich wenig später, „haben meine Mutter, meine Geschwister und ich, sowie unsere Magd erst kurz vor Weihnachten mit dem Backen der Plätzchen begonnen. Es gab damals Haferflockenplätzchen, Spritzgebäck, sowie Ausstech- und Schokoladenplätzchen“. Am Weihnachtstag ging die gesamte Familie früh morgens in die Kirche, zur „Ucht“. In dieser Zeit habe die Magd zu Hause den Frühstückstisch gedeckt. Nach der Kirche und dem Frühstück wurde die vor neugierigen Blicken verschlossene Tür zum Wohnzimmer geöffnet. „Wir Kinder waren dann nicht mehr zu halten und stürmten in die weihnachtlich geschmückte Stube. Dort hatten wir alle unseren eigenen Teller, auf dem sich dann auch unsere gebackenen Plätzchen wiederfanden“, sagt Marthaliese Üffing ein wenig nachdenklich und blättert in dem alten, fast 100-jährige Familienkochbuch. Das etwas in die Jahre gekommene Buch, mit Rezepten aus rund 4 Generationen, wird wie ein Augapfel gehütet.

 

 

Das Ausstechen der Plätzchen macht besonders viel Spaß.

 

In diesem Jahr hat Marthaliese Üffing zwei fleißige Helferinnen in der Küche. Ihre 2-jährige Urenkelin Sina Tebbe und aus der Nachbarschaft ist noch schnell Marie Böwer hinzugekommen. Aufmerksam verfolgen sie, wie der Teig zubereitet wird. Dann kommt das schönste für die kleinen Bäckerinnen: das Kneten und Naschen. Nach dem Ausrollen der Teigmasse beginnen die beiden Mädchen mit dem Ausstechen. Sterne, Monde und viele andere weihnachtliche Formen werden auf das vorbereitete Backblech gelegt. Nur kurz wird die Ofentür geöffnet und schnell rein mit den Blechen. Nach gut 10 Minuten sind die Plätzchen fertig. Es duftet im ganzen Haus nach frischen Backwaren, als der erste Teller mit den fertigen Plätzchen herumgereicht wird. Prompt haben sich Sina und Marie den Teller mit dem leckeren Gebäck gesichert und erst wieder herausgerückt, nachdem alles aufgefuttert war.

 

 

Den Teller geben wir so schnell nicht wieder her!

 

Rezepte:

 

 

Nusssterne

 

Zutaten:

150         gr.          Mehl

½            Teel.      Backpulver

150         gr.          Zucker

1             Päck.     Vanillezucker

150         gr.          Butter

150         gr.          Gem. Haselnusskerne

 

Füllung:

3             Eßl.        Rotes Gelee

 

Guss:

200         gr.          Haselnussglasur

 

Zum Garnieren:

Abgezogene, halbierte Mandeln

Oder abgezogene halbierte

Haselnusskerne

 

Zubereitung:

Mehl und Backpulver vermischen und auf die Arbeitsplatte sieben. In die Mitte eine Vertiefung drücken. Zucker, Vanillezucker, Butter (Margarine), Haselnüsse hineingeben und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig dünn ausrollen, Sterne ausstechen, auf ein gefettetes Backblech legen und bei 175 – 200 ca. 10 Minuten abbacken. Danach die Hälfte der erkalteten Plätzchen auf der Unterseite mit Gelee bestreichen und die übrigen darauf legen. Den Guss nach der Vorschrift auflösen, die Plätzchen damit bestreichen und solange der Guss noch weich ist, mit Mandeln oder Haselnusskerne garnieren. Haselnusskerne können auch vorher geröstet werden.

 

Nougatstangen

 

Zutaten:

225         gr.          Margarine

100         gr.          Puderzucker

1             Päck.     Vanillezucker

3                             Eigelb

½            Teel.      Zimt

200         gr.          Mehl

1             Teel.      Backpulver

40           gr.          Kakao

125         gr.          Haselnusskerne

 

Füllung:

100         gr.          Nougatcreme

 

Guss:

Schokoladenglasur

 

Zubereitung:

Die Margarine mit dem Puderzucker und Vanillezucker schaumig rühren, Eigelb nacheinander dazugeben. Zimt, Kakao und die Haselnusskerne unter den Teig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und als letztes unter den Teig rühren. Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und in etwa 4cm langen Stangen auf ein gefettetes Backblech spritzen. Bei 175 – 200°C ca. 10 Minuten backen.

 

Anschließend die Nugatcreme erwärmen und auf die Hälfte der erkalteten Stangen geben. Nun die anderen Stangen drauflegen und mit der Schokoladenglasur überziehen.

 

 

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