Viel los in der Recker Vereinslandschaft, Neujahrsempfang mit 50 Gästen in der Ruthemühle.

RECKE Mit rund 50 Gästen haben Heimatverein, Verkehrsverein und Kulturverein am Sonntagabend den Start ins neue Jahr gefeiert. Beim gemeinsamen Neujahrsempfang in der Ruthemühle waren auch die Gemeinde Recke und die Heimatgemeinschaft Altwilmsdorf vertreten. Florenz Beckemeier, Vorsitzender des Heimatvereins, übernahm die Begrüßung, denn in diesem Jahr war sein Verein Ausrichter und Organisator der Veranstaltung. Es war die siebte Auflage des gemeinsamen Neujahrsempfangs mit Kultur- und Verkehrsverein.
Alle drei Recker Vereine hielten kurz Rückschau und boten einen Ausblick auf das kommende Jahr.
Die Gemeinde Recke wurde vertreten durch die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kleine-Harmeyer. Sie sagte: „Egal, wo ich persönlich hinfahre. Ich freue mich immer, wieder nach Recke zurückzufahren. Weil Recke für mich Heimat bedeutet. Und dabei dürfen wir schon stolz zurückblicken, was wir in den letzten Jahren geschafft haben oder was jetzt in den Planungen ist.“ Als Beispiele nannte sie den Bürgerpark, den Motorik-Fun-Park oder den Christkindlmarkt des Heimatvereins.
Die Vertriebenen aus Altwilmsdorf haben in Recke eine neue Heimat gefunden, sagte Christoph Nößler als Sprecher der Heimatgemeinschaft Altwilmsdorf. „Alle zwei Jahre ist ein Treffen alles Altwilmsdorfer, die in Deutschland verstreut leben, in Recke und Steinbeck. Im Herbst 2023 ist es wieder so weit“, erklärte Nößler. Er ging auch auf das Leben und Wirken der Vertriebenen ein. Deren Geschichte solle dokumentiert und festgehalten werden. „Bis 2018 belegten wir gemeinsam mit dem Heimatverein die Heimatstube im Bürgerhaus als kleines Museum und Archiv. Wir sind jetzt auf der Suche nach einer neuen Unterbringung. Die Altwilmsdorfer sind einen Teil der Recker Geschichte“, so Nößler.
Beckemeier ging auf das Jubiläum „100 Jahre Heimatverein“ ein, das schon im vergangenen Jahr Anlass für viele kleinere Veranstaltungen war. „In diesem Jahr wollen wir zu Christi Himmelfahrt mit einem Fest den Sack zu machen“, so Beckemeier. Schwerpunkte lagen 2022 darin, möglichst viele alte Handwerksgepflogenheiten zu demonstrieren. Dabei wurde mit jungen Leuten auch ganz praktisch gearbeitet. Mit einer Festzeitschrift wurden die 100 Jahre Heimatverein „für die Nachwelt hinterlegt“, so Beckemeier, der sich hierbei besonders bei Klaus Pöppmann bedankte. Im Herbst 2023 laden die Oldtimer-Trecker-Fahrer im Heimatverein zu einem Pflugtag ein.
Der Verkehrsverein hatte 2022 wieder zahlreiche Veranstaltungen besucht, um für Recke zu werben, berichtete Vorstandsmitglied Hubert Pinke. „Und kommendes Jahr sind wir fast jedes Wochenende irgendwo in Norddeutschland auf Märkten, Messen oder Ausstellungen“, so Pinke weiter. Man wolle zeigen, was Recke zu bieten hat, was andere Orte nicht haben. Im Mai soll es auch wieder einen Recker Radfahrtag geben. Der Kulturverein sucht aktuell eine feste Anlaufstelle für die Musikfreunde zum Üben. Wegen der Energiekosten und der sanitären Anlagen, die nicht den Anforderungen entsprächen, sei Niemeyers Hof dauerhaft keine Lösung. „Hier ist noch vieles im Argen“, hörte man von Florenz Beckemeier und Marlies Kiffmeyer. Beckemeier ging noch auf die Parkplatzsituation an der Ruthemühle ein: „Dass hier etwas gemacht werden muss, ist hinlänglich bekannt und schon seit fünf Jahren in der Diskussion. Mal schauen, wie sich das in diesem Jahr entwickelt.“
Text und Bild: Von Heinrich Weßling.